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Nationalpark Picos de Europa und Covadonga
Dieser eindrucksvolle Nationalpark mit seinen tiefen Schluchten und hohen Berggipfeln erstreckt sich über einen großen Teil Asturiens. Das feuchte Klima, das von der Nähe des Meeres herrührt, ist der Grund für diese paradiesische Flora und bietet einer Vielzahl von Tieren wie Braunbären, Wölfen, Adlern etc. ein Zuhause. Landschaftlich gesehen sind die klaren Hochgebirgsseen Enol und Ercina atemberaubend schön und laden zu einer Verschnaufpause ein. Dieser Nationalpark gehört zu den Biosphärenreservaten, die von der UNESCO gefördert werden. Sie dienen der Umweltbeobachtung und der Umwelterziehung. Hier wird beispielhaft eine umweltverträgliche Wirtschaftsweise entwickelt, in der Mensch und Tier im Einklang mit der Natur leben. Diese Biosphärenreservate sind in unterschiedliche Zonen untergliedert. Die Kernzone kann als ein Stück unberührter Natur bezeichnet werden.
Der strenge Schutzstatus soll den Erhalt der hiesigen Tier – und Pflanzenwelt garantieren. Die so genannte Pufferzone umgibt die Kernzone und lässt menschlichen Einfluss in Maßen zu. Hier wird beispielsweise ökologischer Anbau betrieben. Die Entwicklungszone versucht die Idee einer nachhaltigen regionalen Entwicklung zu verwirklichen. All die Wirtschafts – und Nutzungsformen sind erlaubt, die ökologisch vertretbar sind. Dies hat zur Folge, dass längst vergessene Handwerksformen und Herstellungsmethoden hier wiederentdeckt wurden. So stellen die Dorfbewohner ihren Landkäse selbst her, weben Teppiche, mahlen Getreide, schleifen Messer. Der Besucher kann sich hier in das Ambiente längst vergangener Zeiten zurückversetzen und ganz nebenbei noch einen herrlichen Panoramablick genießen.
Im Nationalpark befindet sich auch der Wallfahrtsort Covadonga. Er ist eine Station auf dem Jakobusweg, dem Pilgerweg nach Santiago de Compostela und stellt für viele Gläubige einen symbolischen Weg der Erneuerung dar mit dem Ziel sich selbst zu finden.
Diese natürliche Felsenhöhle von Covadonga, mit ihrer in den Fels gebauten Kapelle über den kleinen Wasserfällen des Río Diva, ist das Ziel vieler Pilger und Pilgerinnen. Innerhalb der Felsengrotte befindet sich eine Heiligenfigur die „Virgen de Covadonga“. Sie trägt das Christuskind im Arm und hebt eine Rose empor. Vor der Grotte ergießt sich der Río Diva in einen kleinen Teich, wo Besucher als Opferhingabe häufig Münzen hineinwerfen. Diesem Wasser wird der Überlieferung nach eine heilende Wirkung zugesprochen. In unmittelbarer Nähe erhebt sich das Gebirge der Sierra del Sueve über die Küste. Hier leben seit Urzeiten Asturcones, kleinwüchsige Pferde.
Zudem wird hier Azabache abgebaut. Das ist versteinerte, brillant glänzende Kohle, aus der christliche Symbole gefertigt werden. Er gilt als Heilstein und soll bei Erkrankungen der Atemwege, Arthrose, Zahnschmerzen und Depressionen eine heilende Wirkung zeigen. Dies alles lässt den Ort in mystischem Glanz erstrahlen und macht den Besuch zu einem unvergesslichen Erlebnis.




