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Flora

Als  flächengrößte Insel der Balearen kann Mallorca dementsprechend mit einer enormen Artenvielfalt trumpfen. Ihre Pflanzenwelt zählt eine ungeheure Anzahl endemischer Exemplare und beeindruckt mit unglaublichem Variantenreichtum.
 
Allgegenwärtig sind hierzulande Kulturpflanzen in den unterschiedlichsten Formen und Farben. Deren Ursprünge liegen tief in der Inselhistorie verborgen, denn sie wurden einst von den Römern und später von den  Mauren auf dieses Fleckchen Erde gebracht. Demnach verdanken die rund sechs Millionen prächtigen Öl-und Mandelbäume ihre Existenz auf der Baleareninsel dieser glücklichen Fügung. Angesichts der zahlreichen Exemplare, werden Sie sich ihrer allgegenwärtigen Präsenz erfreulicherweise kaum entziehen können. Ähnlich verhält es sich mit den für die Inselfauna typischen Feigen-und den immergrünen Johannisbrotbäumen, deren Schoten den Einheimischen als Tierfutter dienen. Auch sie prägen das mallorquinische Landschaftsbild in entscheidendem Maße und sind hier äußerst häufig anzutreffen.
 
Anschauen aber nicht anfassen, lautet der wohlgemeinte Ratschlag, wenn Sie bei einem gemächlichen Spaziergang  Feigenkakteen sichten. Die „Chumbos“ sind mit winzig kleinen aber dennoch lästigen Stacheln übersät  und schützen so ihre begehrten süßen Früchte  vor neugierigen Urlaubern und anderen „Langfingern“. Nicht minder schmerzhaft ist der Kontakt mit den Agaven, weshalb sie vielerorts zur raffinierten Umgrenzung von Grundstücken zweckentfremdet werden.
 
Falls Sie außerhalb der beliebten Badesaison in den Monaten Januar und Februar anreisen, erwartet Sie ein einzigartiges Naturspektakel. Während im Sommer viele Pflanzen der sengenden Hitze zum Opfer fallen, passiert im Winter genau das Gegenteil. In der kühleren Jahreszeit scheint die gesamte Insel aus nichts außer einem farbenfrohen nicht enden wollenden Blütenmeer zu bestehen, dessen Anblick Sie mehr als nur begeistern wird. Nachdem Sie diese herrliche Aussicht einmal genossen haben, werden Sie nie wieder auf die Sommersaison warten wollen.
 

Fauna

Während die Inselfauna an Vielseitigkeit und Artenvielfalt kaum zu übertreffen ist, präsentiert sich Mallorcas Tierwelt nicht ganz so variantenreich. Eine Ausnahme stellen hierbei die Vögel dar, die hier offensichtlich zahlreich vertreten sind. Als willkommene Rückzugsgebiete nutzen sie die Naturparks S´Albufera und S`Albufetera im Südosten der Insel. Für eine erholsame Rast nehmen die Zugvögel küstennahe Feuchtgebiete in Anspruch, um auf dem beschwerlichen Flug nach Afrika eine letzte Pause einzulegen. Die Raststationen bieten ebenso Wasser- und Watvögeln wie Störchen, Reihern und Flamingos Zuflucht. Nehmen Sie sich also  ausreichend Zeit und bestaunen sie ganz in Ruhe das rege Treiben, das  garantiert noch lange in Ihrem Gedächtnis verweilt.
 
Packt sie einmal die Wanderlust, so werden Sie höchstwahrscheinlich Bekanntschaft mit den einheimischen Reptilien machen. Ob Sie mit ihnen Freundschaft schließen bleibt Ihnen überlassen, doch es lohnt sich zweifelsfrei genauer hinzuschauen. Vor den Natternarten muss an dieser Stelle nicht gewarnt werden, da sie allesamt ungiftig und somit vollkommen harmlos sind. Interessant ist auch der Anblick der possierlichen Geckos, die es auf der Insel zu Hauf gibt. Bei Nacht tummeln sie sich vorzugsweise in der Nähe von Lichtquellen, da sie dort instinktiv besonders viel Insektenbeute vermuten.
 
 Apropos Insekten-von diesen Plagegeistern werden Sie leider nicht verschont, wobei das Zirpen von Grillen und Zikaden zweifelsohne etwas Eigentümliches hat, dem der eine oder andere durchaus etwas abgewinnen kann. Zu den bedrohlicheren Insektenexemplaren zählen kleine Skorpione. Hier ist Vorsicht geboten, da ein Stich als sehr schmerzhaft, jedoch nicht als lebensgefährlich eingestuft wird.
 
Da wo Mallorca liegt, ist auch ein Unterwasserparadies nicht weit. Die Rede ist vom Nationalpark Cabrera, indem Sie mitunter einen kostbaren Blick auf wilde Delphine erhaschen können. Fernab der Schutzzone, verliert die maritime Fauna leider zusehends an Artenreichtum, was auf die allgemeine Überfischung des Mittelmeeres zurückzuführen ist.