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Traditionen und Festlichkeiten

 
Zypriotische Nationalküche-ein Fest für die Sinne
 
Die Vielfältigkeit des kulinarischen Angebots resultiert nicht zuletzt aus der einzigartigen Lage Zyperns, am Schnittpunkt dreier Kontinente. Durch diese topografische Besonderheit haben vor allem griechische, türkische sowie orientalische Einflüsse Einzug in die zypriotische Küche gehalten. Um die gesamte Bandbreite der abwechslungsreichen Kochkunst zu erfassen, lohnt es sich die Landesspezialität Mezé zu probieren. Dabei handelt es sich um eine nicht enden wollende Abfolge von bis zu 30 Appetithappen, die Sie auf eine kulinarische Reise kreuz und quer durch die zypriotische Nationalküche entführen. Ganz gleich ob Fleisch-, Fisch-, oder etwa vegetarische Mezé- hier darf nach Herzenslust geschlemmt werden, denn von Salat über Fleischbällchen bin hin zu Lammkoteletts ist alles dabei. Die Zugabe aromatischer Kräuter, wie Minze oder Rucola, sowie frischer Gemüsesorten ist ein ebenso zentraler Bestandteil der Inselküche wie das Fleisch. Ob gebraten oder gegrillt, kommen in Zypern bevorzugt Lamm- oder deftiges Schweinefleisch auf den Tisch, oftmals pikant mit Zimt und Nelken gewürzt. Eine vegetarische Spezialität des Landes ist der Halloúmi. Seit Jahrhunderten wird dieser schmackhafte Ziegenkäse in einem traditionellen Verfahren hergestellt und anschließend für den Verzehr meist  gegrillt oder gebraten. Dazu der obligatorische zypriotische Wein und ein kulinarischer Hochgenuss sei  garantiert.


 
 
Feste und Festivals- die besonderen Akzente im Jahresablauf


 
Der zyprische Festtagskalender ist übersät mit den unterschiedlichsten Feiern und Festlichkeiten,  an denen die Einheimischen ihrer Lebensfreude und ihrem südländischen Temperament nur allzu gern freien Lauf lassen.  Im Zeitraum vom 8 bis 19 Februar erwarten die Urlauber rauschende Feierlichkeiten, die ganz im Zeichen des Narren stehen.  Ein Hauch von Rio de Janeiro können Urlauber in Limassol erhaschen, dem Zentrum des bunten Treibens. Hier reihen sich riesige Paraden und aufwendige Kostümbälle an farbenprächtige Karnevalsumzüge.
 


 Noch ausgelassener wird die skurrile Kataklýsmos, wörtlich die Überschüttung, zelebriert. Im Rahmen  dieses für Touristen höchst seltsam anmutenden Fests, überschütten sich Erwachsenen sowie Kinder mit Wassereimern und beschießen sich mit Wasserpistolen. Dies geschieht im streng gläubigen Zypern jedoch nicht ohne religiösen Hintergrund. Schließlich ist Kataklýmos eine ausgelassene Variante um den Heiligen Geist zu würdigen.


 
Wem das zu schrill ist, der findet sich in den ersten beiden Septemberwochen in Limassol ein. Das in dieser Zeit  stattfindende Weinfest lädt nicht nur zum kostenfreien Probieren edelster Weinsorten ein. Es steht ihnen überdies noch frei in die Rolle eines Kelterers der Antike zu schlüpfen und reife Weintraubentrauben in einem großen Container barfuß auszupressen. Ein unvergesslicher Spaß für Groß und Klein.
 
 
 
 
 
Kunst und Musik-wertvolle Handarbeiten und folkloristische Tänze


 
Ob als Beruf oder Freizeitbeschäftigung nimmt das Kunsthandwerk eine traditionell relevante Rolle im Leben der Inselbewohner ein. Die weitverbreiteten und vielerorts geschätzten Léfkara-Spitzen erfreuen sich als Tischdecken oder Stolen großer Beliebtheit und stehen bei den Touristen als Mitbringsel hoch im Kurs. Selbst Leonardo Da Vinci soll die sogenannten „Lefkarítika“ für die Altardecke des Mailänder Doms erworben haben.
 
Auf große Begeisterung treffen bei Urlaubern die zypriotischen Potiri-Tänze. Bei diesem  zirkusreifen Spektakel balancieren die Tänzer waghalsig etliche übereinander gestapelte Gläser auf ihrem Kopf. Auf inhaltliche Themen zurückgreifende Tänze sind beispielsweise der Nikolis oder der Syrtos Antikristos, musikalisch begleitet von traditioneller Volksmusik mit Flöte, Violine oder Sanduri (Hackbrett).