Algaida – der Wald Mallorcas

Der Name der schönen Gemeinde Algaida stammt ab von dem islamischen Wort „al-gaida“, was soviel heißt wie „der Wald“. Umgeben ist sie von sechs kleineren Bergen, von denen der größte der Puig de Randa mit seinen 544 m ist. Die Orte Randa, Algaida und Pina gehören der Gemeinde an. Zusammen mit Genova bilden sie das sogenannte „Fressdorf“ Mallorcas, da es hier besonders viele Gaststätten mit typisch mallorquinischer Küche gibt. In Algaida finden Basucher ein unglaubliches Spektrum an Sehenswürdigkeiten vor, wie zum Beispiel die alten Mühltürme, die noch aus der Zeit der Pferdekutschen und Eselkarren stammen, und die in Randa liegenden

Windmühle in Algaida

Die berühmte Windmühle in Algaida auf Mallorca

Klosterheiligtümer Santuario de Nuestra Senora de Garcia, eine Eremitage aus dem 15.Jahrhundert, das von seiner Form her an ein Schwalbennest erinnert, und Santuario de Sant Honnorat aus dem 14. Jahrhundert. Auf dem Gipfel des Berges schließlich überdauert das Santuario de Nuestra Senora de Cura seit 1275, das als franziskanische Eremitage Mallorcas großem Religionsphilosophen und Gelehrten Ramá Lull als Wirkungsstätte gedient hat. Im Zentrum Algaidas thront majestätisch die gotische Pfarrkirche Sant Pere i Sant Pau, die vor allem durch die in den Strebepfeilern eingelassenen Fabelwesen empfehlenswert ist.

Etwa drei Kilometer entfernt von Algaida findet man die älteste Glasbläserei der Insel, die auch heute noch in Betrieb ist und nach wie vor sehr viel Wert auf die traditionsreiche Ausführung ihrer Arbeit legt. Besucher, die mehr über die Geschichte erfahren wollen, können dies im Museum im ersten Stock tun. Nicht umsonst jedoch sagt man Mallorca nach, dass es die Insel ist, auf der wohl am meisten gefeiert wird.

Jeder Ort hat so seine eigene Festkultur, so auch Algaida. In ihm wird noch der Ball de Cossiers, ein Tanz, der bis weit in das 14. Jahrhundert zurückreicht, sehr eindrucksvoll zelebriert, Gegenüber stehen sich hier drei Paare von Männern und Frauen, welche durch ihre weiße Kleidung das Gute repräsentieren sollen, und der Teufel, der den Tanz zu stören versucht. Feste, die man ebenfalls gesehen haben sollte, sind noch das Sant Honorat (Patronatsfest) am 16. Januar, die Wallfahrt nach Castellix de la Pau am Dienstag nach Ostern und Sant Jaume, der an mehreren Tagen um den 25. Juli stattfindet und am 26. Juli in einem pompösen Sommernachtsball endet.