Cala Ratjada

Eingeschlossen und überwacht von den zwei Türmen, dem weißen Leuchtturm an der Steilküste und der Villa Sa Torre Cega (blinden Turm) liegt der Ort Cala Ratjada an der nördlichen Ostküste Mallorcas. Immer noch stark geprägt von Tradition und früherer Kultur beschäftigen sich noch über 200 von den insgesamt 3000 Einwohnern mit dem Fischfang. Denen kann man in den gemütlichen Straßencafés am Hafen beim Netzeflicken oder Bootreparieren zusehen.
Den Fischern wurde sogar ein Denkmal gesetzt: 21 rostige Anker recken sich ineinander verschlungen dort in die Höhe.
Dass die Bewohner der Stadt sich ihre Idylle um jeden Preis bewahren wollen beweist der Anschlag auf einen lokalen Journalisten, der sich kritisch mit der Entwicklung Cala Ratjadas auseinandersetzte.
Leuchturm von Cala Ratjada Mallorca

Leuchturm von Cala Ratjada Mallorca

Ideal ist dieses Fleckchen Erde für Wanderungen, besonders beliebt ist die zum Leuchtturm, von wo aus man einen unbeschreiblichen Blick auf die bizarr geschwungene Küstenlandschaft mit dem Cap Vernell im Süden und dem Cap des Freu im Norden hat.

„Obwohl sich der Ort gegen die immer weiter fortschreitende Entwicklung zum Massentourismus wehren will, sind die Bewohner desselben dennoch auf die Einnahmen durch die Urlauber angewiesen und tun daher ihr möglichstes, damit sich jeder wohlfühlen kann.“

Dafür wurden alle Speisekarten auf Deutsch geschrieben und einige Diskotheken und Bars eröffnet. Doch auch kulturell findet man hier etwas zum Besichtigen, wie beispielsweise die 1912 erbaute Villa mit dem Namen Sa Torre Caga (der blinde Turm), der heute als Museum dient und in einem über 60.000 Quadratmeter großen Landschaftspark liegt, in dem viele Mittelmeergewächse, Skulpturen aus Marmor, Granit, Stahl und Kunststoff von Künstlern wie Max Bill, Henry Moore und Auguste Rodin vertreten sind.