Capdepera

Gepeinigt durch die harschen Nord- und Oststürme und durch die niedrigen Berge zu gering geschützt liegt der Nordosten Mallorcas. Dadurch regnet es nur äußerst selten, weswegen sich die Vegetation auf recht wenig Arten beschränkt hat, die widerstandsfähig genug sind, um in dieser Umgebung überleben zu können. Als Insel war Mallorca früher ein beliebter Angriffsort für jede Art von Banditen und vor allem von Piraten. Daher errichtete man schon sehr früh entsprechende Vorkehrungen. Von den vier großen Festungen haben jedoch lediglich das Castell de Santuiri bei Felanitx und die Festung von Capdepera dem Zahn der Zeit trotzen können.
Festung von Capdepera, Mallorca

Festung von Capdepera, Mallorca

Schon lange vor der Römerzeit waren die Hügel von Capdepera befestigt worden, da es den Punkt für die östliche Richtungsänderung angibt, wenn man von Mallorca nach Menorca gelangen will. Besonders ragen die Wehrtürme Torre de Sa Boira, Torre de ses dames, Torre d’en Banya und Torre des costerans heraus.

„Das wohl auffälligste Bauwerk aber ist das Haus des Statthalters mit seinem Satteldach und den Fenstern nach allen Seiten. 1323 wurde unter König Sanc I. die Kapelle des Heiligen Petrus erbaut, in der die Statue der Muttergottes aufgestellt wurde.“

Weil laut einer Sage die Bewohner im 14.Jahrhundert von Belagerern umgeben waren, das Bild aus der Kapelle vor ihnen retteten und daraufhin wie durch ein Wunder gerettet worden waren, ist die kleine Kirche der Guten Hoffnung geweiht und trägt seitdem den passenden Namen Capella de l’Esperanca. Das Gnadenbild ist heutzutage in der Pfarrkirche Sant Bartomeu im Ort zu besichtigen. Gegründet wurde die Stadt Capdepera im Jahre 1238. Für einen Badeurlaub ist Capdepera wegen seiner günstigen Lage aber auch sehr gut geeignet. Der Traumstrand Cala Mesquida liegt in unmittelbarer Nähe.