Mallorca – Land und Leute

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Strasse im Valldemossa Dorf in MallorcaAuch wenn sich die Bewohner Mallorcas mittlerweile an das zum Teil etwas merkwürdige Verhalten ihrer Urlauber gewöhnt haben, sollte man das legere Benehmen durchaus besser nicht auf die Spitze treiben, denn der Mallorquiner ist sehr stolz und auf das Wahren seiner Ehre und Würde bedacht, die sie zum Beispiel dann in Gefahr sehen, wenn Besucher nur im Badedress die Kathedrale besichtigen wollen. Tatsächlich ist das Verhältnis der Mallorquiner zu den Besuchern zwiespältig. Einerseits widerspricht die touristische Invasion ihren Vorstellungen, und das Verhalten vieler Urlauber und Residenten beleidigt ihren Stolz. Andererseits ist das Geld der Ausländer natürlich willkommen. Will man also nicht als würdelose forastres (Ausländer) gelten oder erreichen, dass die Bewohner sich absichtlich auf sprachliche Differenzen gegenüber der Turistas berufen, so sollte man darauf achten, sich einigermaßen angemessen zu kleiden, zumindest wenn man eine Besichtigung oder einen Besuch im Restaurant plant und am besten den Mallorquinern durch die Verwendung spanischer Alltagsfloskeln wie zum Beispiel dass sie auf den landesüblichen Gruß „Hola que tal?“ (Wie geht es dir?) mit „Gracias, muy bien.“ (Danke, gut.) antworten.

Nach festgelegtem Ritual werden hier vor Zuschauern sechs Stiere von drei verschiedenen Toreros getötet. Zu Beginn marschieren die Toreros mit den Caeadores, Picadores und Bandilleros, ihren Helfern, ein. Sobald der Stier losgelassen wurde, wird er zunächst gereizt und dann in seiner Angrifslust erschöpft durch die schwarzroten Caqpas der Careadores, unter denen das Tier immer wieder ins Leere läuft. Nun kommen die Picadores ins Spiel, die, hoch zu Ross, dem Stier ihre spitzen Picas (Lanzen) in die Nackenmuskeln stoßen, so dass er den Kopf nicht mehr zum Angriff heben kann. Erst jetzt kommt der Torero ins Spiel. Er setzt zusammen mit den Banderillos dem Tier mit bunten Bändern geschmückte Holzspieße in den Rücken. Hierbei gilt derjenige als der Held des Kampfes, der dabei so nahe wie möglich an das bereits schwer verwundete und daher höchst angriffslustige Tier kommt.

Ein historischer Sieg für Spaniens Tierschützer fand 2011 statt: Das Parlament von Katalonien hatte die Abschaffung des Stierkampfes in der wirtschaftsstärksten Region des Landes beschlossen. 68 Abgeordnete votierten in Barcelona für das Verbot, 55 stimmten dagegen. Katalonien ist damit die erste Region auf dem spanischen Festland, die den umstrittenen Brauch verbietet. Der Bann gilt seit dem 1. Januar 2012. Auf den Kanarischen Inseln wurden Stierkämpfe bereits 1991 für illegal erklärt.