Manacor

Als zweitgrößte Stadt Mallorcas kann Manacor eine stattliche Zahl von über 28.000 Einwohnern und 52 selbstständigen Verwaltungsgebieten vorweisen. Der Name der Ortschaft ist leicht erklärt, wenn man sich das Stadtwappen einmal näher ansieht. Darauf ist nämlich eine Hand abgebildet, welches ein Herz umschließt, so auch die Bedeutung des Wortes Man-a-Cor, was übersetzt soviel wie „Hand am Herz“ heißt.
Die Stadt profitiert sehr vom boomenden Last Minute Tourismus, der wegen des blühenden Perlengeschäfts dort Einzug gehalten hat.
Hochinteressant ist es, einer Perlenproduktionsstätte einen Besuch abzustatten und sich beispielsweise einmal den Unterschied zwischen echten und künstlichen Perlen erklären zu lassen oder zuzusehen, wie letztere hergestellt werden.

Porto Cristo Strand in Manacor

Porto Cristo Strand in Manacor

„Dies kann man zum Beispiel in der Fabrik Perlas Orguidéa am Plaza Ramà Llull tun, wo man sogar an Verkaufsständen Perlen erwerben kann, was man aber erst dann tun sollte, wenn man sich hinreichend über die Qualität der angebotenen Ware informiert hat, um nicht einem Schwindel zu erliegen. Weltberühmt wurden die Perlen von Manacor auch durch die Dessousfirma Bracli.“

Die Größe der Stadt impliziert einen gewaltigen Wert an kulturellen Hinterlassenschaften und dem ist auch so. Angefangen von den tollen Patrizierhäusern über beeindruckende Wachtürme und alte Windmühlruinen gibt es hier tatsächlich einiges zu begutachten. Nicht versäumen sollte man einen Besuch der christlich-römischen Basilika Son Peretà, deren Enstehung sich bis in das 4. Jahrhundet zurückverfolgt werden kann und das von einem Museum flaniert wird, welches etliche interessante Ausstellungsstücke beherbergt.

Weitere kunstvolle Gegenstände wie zum Beispiel Miniaturmöbel von Antonio Sancho Comas sind im Palastmuseum Museo del Palau im Torre de Homenaje am Placa de la Constitucià zu sehen, wo man die für diese Gegend typischen Plätzchen kaufen kann. Unweit dessen liegt die ebenfalls empfehlenswerte Kirche Dolors de Nostra Senyora, die auf den Grundmauern einer arabischen Moschee errichtet wurde und 1236 durch den Paborde von Tarrangona, Ferrer de Pallarés, zur ersten Pfarrkirche der Insel ernannt wurde.

Es gibt hier unzählig viele Kirchen und Kapellen zu bestaunen, darunter zum Beispiel die Pfarrkirchen Cristo Rey und San José und die Klosterkirche San Vincente Ferrer. Auch der Verteidigungsturm Torres de Ses Puntes und die dazugehörige Festungsanlage der Torre dels Enegisters, beide zu besichtigen im Archäologischen Museum, sind erstaunlich. Urlauber, die Ende Mai in Manacor sationiert sind, sollten sich die Feste auf gar keinen Fall entgehen lassen. Die Fira de primavera am letzten Sonntag im Mai ist Gold wert. Als Ausflugsziel macht sich Manacor besonders gut, da es die Tropfsteinhöhle Coves del Drac s.Portocristo Coves del Hams mit ihrem unterirdischen See Mar de Venicia anzubieten hat, die eine Visite allemal lohnt.