Santa Margalida

Bedeutsam in der Gemeinde Santa Margalida sind die über 150 historischen Fundstätten, welche von der Römerzeit über die Mauren bis hin zum Christentum sämtliche Epochen abdecken. In letzterer wurde 1232 die erste Pfarrkirche, Santa Margalida, gegründet, die allerdings durch einen Brand 1336 vollkommen zerstört wurde und daher erst im 18. Jahrhundert wiedererrichtet wurde. Lange Zeit lebte die Kommune beinahe ausschließlich von der Landwirtschaft, mittlerweile aber etablierte sich das Geschäft mit den Last Minute Urlaubern und anderen Touristen, die begeistert von den tollen Inlinerskaterstrecken durch mediterrane Bauernlandschaften schwärmen.

Hohe Wellen vor Santa Margalida

Hohe Wellen vor Santa Margalida

„Neben vielen anderen Stränden wie zum Beispiel Can Picafort sind besonders die Küstenstreifen Son Bauà und Son Serra de Marina für Ihren Last Minute Urlaub zu erwähnen, die allerdings wegen ihrer tückischen Strömungen und bis zu zwei Meter hohen Wellen ein gefährliches Risiko mit sich bringen. „

Über den Dünenweg erreicht man die Totenstadt Necràpolis de Son Real, der 1957 entdeckt worden war. Die ältesten Gräber stammen aus dem 6. Jahrhundert vor Christus, die jüngsten werden der Gegenwart zugerechnet. Gegenüber der Stadt liegt die Insel Illot des Porros, auf der sich weitere Grabstätten befinden. Einige unter ihnen sind noch aus der Zeit des 2. Jahrhunderts vor Christus und halbunterirdisch angelegt. Bis zu 230 Menschen, vermuten Wissenschaftler, haben hier ihre letzte Ruhe gefunden. Ein Kontrast dazu ist der Megalithbau von Son Serra de Marina, der Talaiot de Sa Nineta, der symbolisch für die gesamte Urbanisation der Stadt steht.

Im Torrent de na Borges, der die Küstengrenze zwischen Santa Margalida und der Gemeinde Artá bildet, ragen hohe obeliskartige Wachtürme von fast 10m in die Höhe. Allerdings sind sie keine Relikte aus alter Zeit, sondern ein Überbleibsel der spanischen Marine.