Spanien – Flora und Fauna

Den unterschiedlichen Klimata des Landes sei Dank, ist die spanische Pflanzenwelt so ausgesprochen artenreich und vielfältig, dass sie das Herz eines jeden Hobbiebotanikers im Sturm erobert.

Besonders im Frühjahr zeigt sich die Landesflora von ihrer besten Seite, so dass sich die kargsten Berghänge in ein buntes Blütenmeer verwandeln, nachdem sie den heißen Sommermonaten zum Opfer gefallen sind und nun wieder zum Leben erwachen.

Spanische Flora - Lavendel

Spanische Flora – Lavendel

Einst galt Spanien als das Land der üppigen Wälder, deren Bestand sich bedauerlicherweise mit der Zeit drastisch reduziert hat. Dennoch gibt es sie noch, die in leuchtendem Grün strahlenden Waldgebiete, welche der Abholzung nach wie vor standhaft trotzen. Ausgedehnte Bestände gibt es noch beispielsweise an der Costa Brava und in Andalusien, das früher noch vollkommen aus dichtem Wald bestand. Heute ist immerhin noch ein Viertel der Landesfläche waldbedeckt, was hoffentlich in Zukunft auch so bleiben wird.

„Zu den typischen Baumarten, die Ihnen bei einer Wanderung den Weg kreuzen gehören Steineichen, Pinien, verwilderte Öl- und Johannisbrotbäume. Zwischen den charakteristischen Buschgewächsen finden sich aromatische Kräuter wie Lavendel, Thymian oder Rosmarin, die in der spanischen Küche oft und gerne zum Verfeinern von Speisen zum Einsatz kommen.“

Selbst in ausgesprochen trockenen Gebieten ist die Artenvielfalt sehr groß und kann sich durchaus sehen lassen. Es haben sich mancherorts wahre Spezialisten entwickelt, denen extreme Hitze und Trockenheit nichts anhaben können. Zu diesen Alleskönnern gehören allen voran Agaven, Feigenkakteen oder auch Zwergpalmen.

Neben den einheimischen Sorten gibt es in Spanien selbstverständlich eine Reihe von Kulturpflanzen, die äußerst süße Früchte tragen. Dattelpalmen, Granatapfel- und Feigenbäume sind hierzulande genauso verbreitet wie Orangenbäume und liefern stets schmackhafte Ernten.

Spanien – Fauna

Im Kontrast zur artenreichen Flora Spaniens, steht die weitaus variantenärmere Tierwelt. Das trifft jedoch nicht auf den reichen Vogelbestand zu, der unerschöpflich zu sein scheint und für den geneigten Urlauber so einige Überraschungen parat hält. In den schwindelerregenden Höhen der Pyrenäen kreisen überaus viele Greifvögel, darunter der Steinadler und der Uhu. Als wichtiger Rastplatz gilt der Naturpark Aiguamolls d`Empordà, der einer großen Anzahl von Zugvögeln auf dem Weg nach Afrika einen erholsamen Zwischenstopp ermöglicht. Ebenso ist das Naturschutzgebiet Anziehungspunkt für Wasser- und Wattvögel wie Reiher, Störche und Flamingos. Anzutreffen sind hier auch possierliche Enten, die stets lauthals auf sich aufmerksam machen.

„Bei einer ausgedehnten Wanderung kann es schon einmal vorkommen, dass Ihnen eine Schlange begegnet. Aber keine Angst- Vorsicht muss hier nicht geboten sein, denn alle spanischen Exemplare sind gänzlich ungiftig und daher hundertprozentig harmlos. Amüsant zu beobachten sind die flinken Geckos, eine Eidechsenart, die Sie an diversen Wänden klebend bei genauem Hinschauen entdecken könnten. So schnell wie sie gekommen sind, so rasch verschwinden sie auch wieder, so dass Sie sich unweigerlich fragen, ob Sie tatsächlich etwas gesehen haben.“

Wenn Sie in Spanien Unterwasserparadiese vermuten, so werden Sie nicht enttäuscht werden. Geschützte Zonen wie der Naturpark Cabo de Gata oder das Cap de Creus an der Costa Brava bieten ideale Bedingungen um die großen und kleinen Meeresbewohner, die sich in den Tiefen des Gewässers tummeln, einmal näher zu begutachten. Neben Fischen gibt es riesige Tintenfische Korallen und Schwämme zu sehen. Mit etwas Glück werden Sie auch wilde Delfine zu Gesicht bekommen, wenn Sie an einer der beliebten Whale-Watching-Touren teilnehmen.