Vergnügtes Paar am Badestrand auf Teneriffa

Vergnügtes Paar am Badestrand auf Teneriffa

Reisetipps – Reisezeit

Da das Klima auf Teneriffa das ganze Jahr hindurch äußerst mild und wenig niederschlagsreich ist, die Temperatur nur sehr selten unter 17°C fällt und auch das Wasser mit kältestens 18°C immer noch zum Baden einlädt, ist die Insel selbst im Winter ein gutes Reiseziel. Besonders zu empfehlen sind allerdings dennoch die Sommermonate Mai bis einschließlich August, in denen die Temperatur durchschnittlich zwischen 20 und 25°C liegt und die Zahl der Regentage sich auf allerhöchstens einen beschränkt.

Reisetipps – Sehenswürdigkeiten auf Teneriffa

Andere berühmte Sehenswürdigkeiten Teneriffas sind beispielsweise die beiden botanischen Gärten Puerto Cruz, der seit 1788 besteht, und La Orotava, die Hijuela del Botanico, eine Außenstelle des botanischen Gartens in Puerto de la Cruz.

Als Kontrastprogramm dazu lädt der Loro Parque mit seiner Hauptattraktion, dem Planet Penguin, einer riesigen bis auf 0°C heruntergekühlten Fläche, wo man durch ein Glasfenster bis zu 250 Pinguine vier verschiedener Arten bewundern kann. Auch die größte Papageiensammlung der Welt und Europas größtes Delfinbecken, welches mit seiner beeindruckenden Show eine faszinierende Attraktion des Parks ist, befinden sich hier. Interessiert man sich eher für die Schönheit der Natur, so kann man vor Playa Paradiso Pilotwalen zusehen, die Masca- Schlucht hinabsteigen oder die Kraterlandschaft des Teide bewundern, die Felsen von Los Gigantes oder die Barranco del Infierno (Höllenschlucht) von Adeje aufsuchen.

Ebenfalls zu einer Besichtigung bieten sich die Pyramiden von Güimar, das Orotava- Tal und die Hauptstadt der Insel, Santa Cruz del Tenerife, mit ihrem einzigartigen Hafen und der historischen Altstadt an.

Auf Grund des sehr variationsreichen Klimas befinden sich die meisten sehenswerten Orte im regenreicheren Nordwesten der Insel, wie zum Beispiel Buenavista mit seinen schönen alten Häusern und seinem Plaza, auf dem der kanarische Flair besonders gut zu spüren ist.

Bekannt für seinen wundervollen Meerblick ist La Orotava, das in seiner Altstadt durch kunstvolle Schnitzereien an den Balkonen der Häuser auffällt.

In La Laguna, der zweitgrößten Stadt der Insel befinden sich neben der Universität und dem Bischofssitz auch eine wunderschöne Altstadt im spanischen Kolonialstil, die sogar zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt, und etliche Kirchen, die noch aus dem 15. und 16.Jahrhundert stammen.

Der älteste Hafen der Insel liegt zweifelsohne in Garachico. Das Besondere an der Stadt ist das Castillo San Miguel, das 1706 wundersamer weise von dem Vulkanausbruch verschont blieb.

In Icod de los Vinos findet man die Motive, welche auf den meisten Ansichtskarten Teneriffas abgebildet sind: Den berühmten Drachenbaum und die herrliche Kulisse schöner alter Häuser vor dem schneebedeckten Teide.
Urlaubern, die sich für das Wandern oder Berge begeistern können, sind in Masca gut aufgehoben, denn das Bergdorf liegt inmitten einer beeindruckenden Gebirgslandschaft.

Die Hauptstadt Santa Cruz hingegen spiegelt mit ihren vielen Einkaufsmöglichkeiten, Bars und Cafés sehr schön die lebhafte Seite der Canaros wider. Das Auditorio mit seiner futuristischen Konzerthalle, die der Architekt Santiago Calatrava direkt am Meer entwarf, ist ein Spielort des besten Symphonieorchestors Spaniens und damit sicherlich eine Besichtigung wert. Zudem gibt es hier den größten Hafen der Insel zu bestaunen und auch der Parque Municipal Garcia Sanabria, das Museo Arqueolágico und das Museo Municipal de Bellas Artes werden Besuchern dringend ans Herz gelegt.

Im Süden hingegen befindet sich hauptsächlich die touristische Infrastruktur, welche die älteren Siedlungsgebiete bis auf das romantische Vilaflor, das älteste Dorf Teneriffas, Stück für Stück ablöste.

Reisetipps – Kultur und Bevölkerung

Bedingt durch die Vergangenheit der Insel, in welcher tausende von Tinerfeños, wie sich die Bewohner Teneriffas selbst bezeichnen, vorzugsweise nach Venezuela und Kuba auswanderten, orientierten sich die Canaros kulturell stark an Südamerika. Dies kann man an der „canto y cuerda“, der Volksmusik mit ihren Rhytmen Samba, Salsa und Merengue erkennen kann.

Getanzt wird vor allem der für sein überschwängliches Temperament berühmte Samba insbesonders während des „Carnaval“. Dieses Fest brodelnder Lust am Leben, das hauptsächlich von Mitternacht bis zum Morgengrauen stattfindet, vereinigt für einen kurzen Moment sämtliche Inselbewohner gleich welchen Ranges oder Namens auf den Straßen. Hier wird mit äußerst aufwendigen Kostümen bis zur Erschöpfung getanzt und gefeiert, sogar die Kriminalität sinkt in dieser Zeit, woran man ungefähr die Bedeutung und das Ausmaß des Karnevals, an dem bis zu 250 000 Menschen jährlich teilnehmen, erahnen kann.

Außerhalb dieser Zeit sind die Canaros aber eher von der typischen südländischen Lebenskunst geprägt, welche es mit ihrer Gelassenheit und passiven Philosophie manchem unwissenden Urlauber oft nicht leicht machen.
Diese stoische Ruhe der Bewohner hat jedoch durchaus auch für Urlauber, welche einmal richtig ausspannen wollen, ihr Gutes, denn ein Mangel an Zeit ist hier niemandem bekannt. Der Stress Europas scheint ganz weit weg zu sein, wenn man den wortlosen Dialog der alten Männer auf dem Plaza folgt, die in ihre Gedanken um Gott und die Welt kreisen lassen.

Reisetipps – Traumstrände auf Teneriffa

Den Naturstrand Playa del Médano oder auch Playa de Leocadie Machado, den mit drei Kilometern längsten Strand Teneriffas, findet man westlich von El Médano.

Typisch karibisch gestaltet ist der Strand Playa de las Teresitas bei der Inselhauptstadt Santa Cruz mit seinen vielen Palmen und dem hellgelben Saharasandstrand.

In der Nähe des Loro Parque befindet sich der Playa Jardin, der von dem berühmten Künstler Cesar Manrique entworfen wurde und mit seinen Grünanlagen außen herum eine Oase der Ruhe darstellt.

Einwohner bevorzugen den Playa de Las Arenas, den Ortsstrand von Puerto de Santiago mit seinem schwarzen Sand.

Möglichkeiten zum FKK-Baden findet man am Playa del Acán östlich von Puerto de la Cruz, am Playa de Las Gaviotas in der Nähe von Las Teresitas, am Strand von Montana Pelada östlich von El Médano und am Playa de la Tejita am Fuße des Montana Roja mit seinen rötlich schimmernden Felsen.

Reisetipps – Anreise

Die meisten Teneriffabesucher bereisen die Insel der Einfachkeit halber mit dem Flugzeug. Angeflogen wird üblicherweise über Madrid. Möchte man zu den anderen Kanarischen Inseln weiterfliegen, muss man sich zum nördlich gelegenen Flughafen Los Rodeos begeben.

Während des Urlaubaufenthalts selbst ist es sicherlich von Vorteil, wenn man über ein (Miet-)Fahrzeug verfügt, da man somit auch in die entlegeneren Regionen der Insel vorstoßen kann.

Eine preiswerte, zuverlässige und saubere Alternative dazu sind die Linienbusse, die fast jede Ortschaft auf der Insel anfahren, doch auch Taxen sind hier einigermaßen erschwinglich.

Als zusätzliches Verkehrsmittel verbindet eine Straßenbahnlinie (Tranvia) den Busbahnhof und die Innenstadt von Santa Cruz mit den nördlichen Vororten, der Universität und der Innenstadt von La Laguna.

Geplant ist zudem eine Eisenbahnlinie, mit der man von Santa Cruz aus den südlichen Inselpart und den Flughafen Tenerife Sur Reina Sofí besser erreichen kann.